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Ein Privatdetektiv überführt auch Ehebrecher

November 6th, 2008 · No Comments

Einen Großteil der Kunden bei einem Privatdetektiv bilden betrogene Ehefrauen und Ehemänner. Zum einen sind es eifersüchtige Frauen, die hinter jedem gemütlichen „Männerabend“, hinter jeder Überstunde und hinter jedem Telefonat sofort eine Geliebte vermuten. Zum anderen misstrauische Männer, die nicht an das gemeinsame Pizzaessen mit Kolleginnen, den Kurs an der Volkshochschule und den Abend im Fitnessstudio glauben. Lange, zermürbende und aufreibende Streitigkeiten sind zwangsläufig die Folge, was dann oftmals beim Gang zum Privatdetektiv endet. Dieser wird damit beauftragt, stichhaltige Beweise für die Untreue der Partnerin oder des Partners zu finden.

Auf diese Weise verfolgt und beobachtet, gerät nur allzu leicht eine harmlose freundschaftliche Umarmung mit einem Kollegen oder einem alten Freund zu einer leidenschaftlichen Umarmung mit einem potenziellen Liebhaber, was durch entsprechende „Beweisfotos“ untermauert wird.

Ein Privatdetektiv kommt insbesondere auch bei Paaren zum Einsatz, die einen Ehevertrag abgeschlossen haben, was auch heute noch überwiegend in der so genannten höheren Gesellschaft der Fall ist. Wurde früher so manche Frau durch eine Scheidung sehr wohlhabend, ist sie heutzutage durch einen Ehevertrag gebunden, der besagt, dass bei Ehebruch sämtliche Unterhaltsansprüche nichtig sind. Hat nun der Ehemann einen entsprechenden Verdacht und denkt an Scheidung, so wird er zunächst einen Privatdetektiv beauftragen, um seiner Gattin die eheliche Untreue nachweisen zu können.

Dieser wird sich an die Fersen der Verdächtigten heften und versuchen, möglichst „eindeutige“ Fotos zu bekommen. Mancher Privatdetektiv geht sogar so weit, Kontakt zum Liebhaber der Frau zu suchen, um möglichst viele Informationen zu erhalten. Hat der private Ermittler schließlich ausreichend stichhaltige Beweise gesammelt, ist der Gang zum Scheidungsanwalt die einzige Konsequenz.