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Herrenuhren – und was noch so alles einen Mann ruinieren kann

Oktober 30th, 2008 · No Comments

Dass Herrenuhren teuer sind, ist sicher niemandem neu, aber trotzdem ist die Versuchung groß, seine Person und sein Image damit aufzubessern, und das jenseits jeder Vernunft.
Sicherlich träumt fast jeder Mann von Herrenuhren in der super Luxus Edition wie sie sonst nur an den Handgelenken der Reichen und Pop Stars zu sehen sind. Es scheint so einfach mit dem kleinen Stück Edelmetall fürs Handgelenk sein Image aufzubessern und alle anderen Menschen und vor allem Geschäftspartner und Frauen dazu zu bringen, die eigene Person ganz anders anzusehen.

Aber wie bei allem, was Status symbolisiert, müssen auch Herrenuhren erst verdient werden. Der teilweise enorm teure Schmuck kann sonst ganz leicht eine Finanzkriese hervorrufen die man eigentlich damit vertuschen wollte. Wie die Verkaufsstatistiken der Firmen und Hersteller allerdings zeigen, werden die meisten Herrenuhren tatsächlich von Mittelständlern gekauft, die wohl lange darauf hin sparen sich solch einen Traum erfüllen zu können oder diese dann doch im Internet in einem der zahlreichen Online-Shops gekauft haben.

In der Geschäftswelt von heute ist es, ganz abgesehen von Preis und Image, sowieso unersetzbar, einen Chronometer zu  haben, der zuverlässig ist. Zu spät bei Terminen zu erscheinen, weil die Uhr stehen blieb, oder nicht exakt funktioniert, ist nicht nur ärgerlich, sondern kann Aufträge kosten. Aus dieser Sicht ist eine Investition in eine präzise Uhr die bis ans Lebensende Garantie hat, nie ganz verkehrt und es kann ja dann nicht schaden, wenn das gute Stück am Handgelenk dann noch weithin signalisiert, wozu die eigene Kaufkraft in der Lage ist.

Deshalb muss jeder, vom Angestellten bis zum Firmenchef, selbst beurteilen wie viel ihm seine Herrenuhren wert sind, und ob die Geschäftsbeziehungen erfordern, dass solche Kunstwerke schon fast obszön zur Schau gestellt werden müssen. Neid ist ja bekanntlich auch eine Verkaufsstrategie, und bei weitem nicht die Schlechteste. Vor allem die Finanzbranche setzt seit Jahren darauf, alle ihre Kunden mit dem eigenen Wohlstand zu ködern, und ihnen weiß zu machen, dass jeder das Gleiche erreichen kann – natürlich nur mit ihrer Hilfe.